Ein Kiosk ist im allgemeinen Verständnis die Bezeichnung für eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens oder einer Bude.
Der DesignKiosk hingegen lehnt sich an das soziale Bild eines Kiosks an: Ein kleiner, lokaler Ort des Zusammentreffens, des Austauschs von Informationen und der Verfügbarkeit, Niederschwelligkeit und Zugänglichkeit. Hier treffen Menschen aufeinander, die auf Augenhöhe Lösungen miteinander gestalten.
Partizipation ist für uns ein zentraler Begriff unserer Arbeitsweise und bezieht sich auf die aktive Einbindung der Nutzern*innen oder der Zielgruppen in den Designprozess von Produkten, Interventionen oder Projekten.
Hier geht es darum, Menschen als aktive Mitgestalter*innen einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass die entstehenden Lösungen ihren Bedürfnissen, Erfahrungen und Kontexten angemessen gerecht werden.
In einem partizipativen Gestaltungsprozess oder auch Co-Design-Prozess werden zukünftige Nutzer*innen – sogenannte Co-Designer*innen – in alle Phasen der Gestaltung eingebunden. Dadurch hebt er sich von traditionellen Designprozessen ab, bei denen Nutzer*innen meist weniger intensiv beteiligt sind.
Der Prozess ist ergebnisoffen und passt sich den Bedürfnissen der Co-Designer*innen an. Ergebnisse können sowohl Produkte, Services, Interventionen, digitale Anwendungen, Leitfäden oder andere neue Outputs sein. Der Designprozess orientiert sich nicht an einem konkreten Problem, sondern beschäftigt sich mit einem Thema. Das Designteam begibt sich in die Lebenswelten der Co-Designer*innen und lernt sie dort kennen. Gemeinsam entwickeln sie den Projektfokus, wobei die Co-Designer*innen ihre ganz individuellen Expertisen einbringen. Ziel ist es, ihre Bedürfnisse und Wünsche aktiv in die Gestaltung einzubinden. Teil der Gestaltungsaufgabe ist es, aus einem breiten Spektrum von Methoden des Designs und der Soziologie, die passendsten auszuwählen, anzupassen und in der Zusammenarbeit zu nutzen.
Im Verlauf des Projekts transformieren die Designer*innen immer wieder (iterativ) ihre Erkenntnisse in kleine Prototypen, die stetig getestet und weiterentwickelt werden. Das Ergebnis der partizipativen Arbeit ist ein real erprobter Prototyp, der den Bedürfnissen der Co-Designer*innen entspricht.
Als Expert*innen werden Menschen bezeichnet, die sich in einem bestimmten Bereich oder Themenfeld besonders gut auskennen und über das entsprechende Wissen und die nötigen Fähigkeiten verfügen. So heben sie sich von allen anderen Personen in ihrem Umfeld ab. Als Expert*in können sie ihr Wissen an andere weitergeben und ihnen ihre Sichtweise vermitteln.
Beim Co-Design wird jeder Mensch als Expert*in der eigenen Lebensrealität betrachtet und bringt sein*ihr persönliches Wissen und seine*ihre individuellen Fähigkeiten in den Gestaltungsprozess mit ein. So wird er*sie zur Co-Designer*in und arbeitet auf Augenhöhe mit den Designer*innen zusammen.
Das englische Wort „empowerment“ bedeutet so viel wie Befähigung oder Ermächtigung. In der Designarbeit und Zusammenarbeit mit Menschen bedeutet es, dass man Menschen dabei unterstützt, durch Design ihre eigenen Lebensumstände selbst zu gestalten. Das Ziel ist es, keine Abhängigkeit zu schaffen, sondern Wissen und Handlungen zugänglich zu machen und zu vermitteln.
Das englische Wort „empowerment“ bedeutet so viel wie Befähigung oder Ermächtigung. In der Designarbeit und Zusammenarbeit mit Menschen bedeutet es, dass man Menschen dabei unterstützt, durch Design ihre eigenen Lebensumstände selbst zu gestalten. Das Ziel ist es, keine Abhängigkeit zu schaffen, sondern Wissen und Handlungen zugänglich zu machen und zu vermitteln.
Designempowerment bedeutet, dass Menschen durch Designprinzipien und -prozesse in ihrem Leben unterstützt werden. Sie sollen ihre Lebensqualität verbessern, ihre Fähigkeiten stärken und aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Das kann zum Beispiel durch Produkte, Dienstleistungen oder Umgebungen geschehen, die auf die Bedürfnisse und
Fähigkeiten der Nutzer*innen zugeschnitten sind und ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen. Beim Designempowerment sind die Zielgruppen aktiv am Gestaltungsprozess beteiligt. So entstehen Lösungen, die genau zu ihren Bedürfnissen passen und sie dabei unterstützen, selbstbestimmt zu leben.
